Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen
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Letzte Töne

Unsere alte Jehmlich-Orgel (von 1895-96) pfiff nicht auf dem letzten Loch, als sie am Ostermontag zum letzten Mal erklang. Dennoch, dass die Gemeinde keine gravierenden akustischen Mängel feststellen konnte, lag eher an der Kunst des Organisten, als am Zustand der Orgel. Mehrere Gutachten hatten uns eindeutig bescheinigt, dass sich unsere Orgel in einem technisch desolaten Zustand befindet. Zudem kommt noch, dass die Orgel nie eine Glanzleistung deutscher Orgelbaukunst war, denn in einem Gutachten ist davon die Rede, dass manchmal die Orgel „zum Steinerweichen klingt“.


Als der Kirchenvorstand  nach vielen Sitzungen und Diskussionen am 17.11.2000 beschloss, auf einen Orgelneubau zuzugehen, ahnten wir noch nicht, dass damit der Startschuss für eine große Kirchensanierung gegeben war. Nun sind wir sozusagen auf der Zielgeraden angekommen. Im Blick auf die Sanierungsmaßnahmen im Emporenbereich und  bei der Restauration der Kassettendecke liegen wir zeitlich gut im Rennen. Mit dem ersten Geläut am Ostersonntag konnte auch die Sanierung des Daches und des Turmes abgeschlossen werden. Somit war der Abschied von der alten Orgel kein allzu trauriges Ereignis. Kantor Rau ließ zum Schluss das C-Dur Präludium von Dietrich Buxtehude und die Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach erklingen. Damit uns noch etwas von dem alten Instrument akustisch in Erinnerung bleibt, sind vor dem Abriss noch einige Tonaufnahmen gemacht worden, die auf einer CD erscheinen sollen.


Am Dienstag, den 10. April begann dann unter der Leitung der Orgelbau Firma Jehmlich aus Dresden, der Abriss der Orgel. Gemeindeglieder und die Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH unterstützten die Orgelbauer dabei. Bereits am Donnerstag waren wir vorfristig mit den Demontagearbeiten fertig. Eine große Baubesprechung mit dem Landesamt für Denkmalschutz war dann am Donnerstagnachmittag das Bindeglied zwischen alter und neuer Orgel. Dr. Hodick untersuchte noch einmal den Orgelprospekt, um festzustellen, was noch von dem barocken Gehäuse stammt. Gleichzeitig traf er mit dem Schnitzer Herrn Salzer und dem Geschäftsführer der Crottendorfer Tischler Herrn Viehweg letzte Entscheidungen betreffs der Gestaltung des neuen Orgelprospektes. Nun liegt noch einmal eine intensive Bauphase vor uns. Anfang Juli wird der Einbau der neuen Orgel beginnen. Den Weihetermin des neuen Instrumentes hat der Kirchenvorstand bereits beschlossen. Wir dürfen gespannt sein, welche Stücke aus der Orgelliteratur unser Kantor Sebastian Rau am Sonntag, den 21. Oktober 2007 wählen wird.


Friedrich Preißler






 

 




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